31.01.2010

Der Mann im langen schwarzen Mantel. Er war schon immer da

The man in the long black coat... Das Lied von Bob Dylan trifft zu. Der Mann erscheint unerwartet & schweigend irgendwo am Rande deines Lebens, at the old dance hall on the outskirts of town, und bringt Katastrophales.

Es ist unmöglich seine Gestalt & sein stilles Verhalten auf irgendeine vertraute Herkunft zurückzuführen – er geht ja getarnt in einem langen schwarzen Mantel herum, had dust on his face & sagt kein Wort.

Der Mann hat offenbar irgendwann für sich eine Entscheidung getroffen, die ihn aus der bekannten Welt der umliegenden Dörfer & Städte & Regionen heraus gehebelt & seine Erscheinung in eine vertikale Spannung versetzt & damit eine andere Art der Wahrheit freigesetzt hat.

Von ihm geht eine ungreifbare Bedrohung aus, die darauf zu beruhen scheint, dass horizontale Ordnungen ihre Wirkung verlieren.

Der Mann ist der Tod.

Der Mann macht Geschichte, weil er keinen Grund zum Zweifeln hat. Er ist, was er ist & einen Freiraum für Interpretationen oder Überlegungen oder Spekulationen bietet er nicht. Um seinem Anliegen nachzugehen, braucht er nichts zu sagen, nichts zu tun oder zu lassen, nichts zu kombinieren.

Um zu sein, was er ist, braucht er nur zu sein, was er ist, was aber für dich heißt, dass er unvermeidlich erscheint. Du könntest meinen, dass es eine Zeit gab, in der er noch nicht da war; er weiß aber, dass er schon immer da war.

Du hast ihn nur nicht gesehen.

Kommentare:

Ruthild Soltau hat gesagt…

Lieber Jelle!
Meine Eltern haben mich in meiner Kinderzeit oft zu Konzerten mitgenommen, vor allem zu großen Kirchenkonzerten. Es gibt keine Musik, die mich so tief ergriffen hat wie das Deutsche Requiem von Johannes Brahms: "Tod, wo ist Dein Stachel? Hölle, wo ist Dein Sieg?"
Herzliche Grüße aus der Mühle
Ruthild

Michael Heinen-Anders hat gesagt…

TÖDLICH

Tödlich wirkt das Leben.

Wie ein spätes Gift.

Denn mit dem Leben
ist zugleich dir auch der Tod gegeben.

Starr und fest

steht der Tod

dir stets bevor.

Ende deiner Träume.

(Michael Heinen-Anders)

http://www.books.google.de/books?isbn=3839137535

Ruthild Soltau hat gesagt…

Lieber Herr Michael Heinen-Anders!

Ich sehe den Tod gar nicht als Ende meiner Träume an!
Herzlich
Ruthild Soltau

Anonym hat gesagt…

Kannte das Lied noch nicht. Ist aber sehr schön! Nitta

Anonym hat gesagt…

Naja, was solls, meine Erlebnisse sein meine Erlebnisse mit ihm und mit keinem Anderen!

Anonym hat gesagt…

Naja, was solls, meine Erlebnisse sein meine Erlebnisse mit ihm und mit keinem Anderen!

Anonym hat gesagt…

Lieber Jelle,
in früheren Zeiten hat man den Tod
als Gerippe, das den schwarzen Mantel trägt, dargestellt. Ich denke da besonders an "die Totentänze": der tote Knochen als Sinnbild des Todes. Heute wissen wir, dass wir im Knochenmark bestimmter Knochenteile unser Blutbildung-System haben. Der scheinbar tote Knochen ist also im Innern höchst lebendig: er trägt den Körper und bildet im Innern das Blut - und so scheint es mir auch mit dem schwarzen Mann zu sein: er hat eine Außenseite und ein Inneres und manch einer darf ihm schon im Leben durch die schwarze Maske in die Augen sehen und erkennt ihn - wie auch Ruthild beschreibt - und verliert die Angst für immer.
Liebe Grüße, Barbara 1

Jelle van der Meulen hat gesagt…

Ich bin mir nicht sicher: kann und soll man wirklich die Angst vor den Tod so schnell wie möglich hinter sich lassen? Oder soll man sich die Angst anschauen und in seinem Leben integrieren? Wie in die alte Mysterien: sich in die Angst bewusst und gut vorbereitet hinein begeben, führt ja zu der Verwandlung der Seele. Herzlich, Jelle

Anonym hat gesagt…

Lieber Jelle,
es kommt darauf an, ob Du ihn getroffen hast und ihm "in die Augen geschaut hast", oder ihn nur von weitem gesehen hast. Das nur von weitem sehen, macht Angst, wenn der Mensch noch nicht bereit ist. Und nur die Angst, der man sich stellt kann ja überwunden werden und verwandeln, nicht aber die Angst, die man mit sich trägt.

Das ist ja auch eine Aufgabe im Alter: im jetzt und hier zu leben und nur noch in naher Zukunft zu planen in dem Wissen: ob ich nächstes Jahr noch lebe, weiss ich ja nicht. Ich "bestelle mein Haus" in diesem Bewusstsein und integriere den schwarzen Mann ganz ohne Angst, so sollte es sein. Um das zu können, muss ich aber vom individuellen Weiterleben überzeugt sein und nicht dem materialistischen "es ist dann sowieso alles aus" oder der "individuellen Auflösung in einen Allgeist" anhängen - beides erzeugt in der konkreten Situation Angst und es gibt sehr viele Menschen, die mit "nackter Angst" sterben.
Viele Grüße, Barbara 1

Susanne hat gesagt…

Vielleicht gibt es nicht nur den einen Mann im schwarzen Mantel, sondern ganz viele, die uns täglich umringen und uns sterben lassen.
Was ist mit diesen vielen kleinen Toden, von denen man morgens wie taufrisch und neugeboren erwacht, nachdem man den Abend davor fast gestorben wäre?
Es ist unser Fokus, der uns täglich glauben macht, dass wir immer noch hier sind und immer dort ansetzen, wo wir aufgehört haben.
Dass wir linear leben von Anfang bis Ende.
Nur dann steht am Ende dieser schwarzummantelte Mann. Weil ihm Raum dazu gegeben wird, schon am Anfang aufzutauchen und irgendwann zu entscheiden, wann das Ende kommt. Weil er das Ende darstellt.

So wird es uns weis gemacht.

Wer sagt denn, dass ich nciht gestern gestorben bin und mir täglich hier ein ganz neues Drama erschaffe? Und wenn es nur mein programmiertes Tagesbewusstsein ist, welches dafür sorgt, dass ich glaube, dass es immer schon so war?

Stell dir vor, der Mann in dem schwarzen Mantel ruft den nächsten Kandidaten.
Und dieser geh nicht hin.

Weil er nicht mehr an ihn glaubt.

Anonym hat gesagt…

GERRIT ACHTERBERG:

Sneeuw in de nacht gekomen,
heeft vanmorgen
de kracht om doden op te wekken.

Huub hat gesagt…

Wo falle ich hin?

Wo falle ich hin,
wenn ich hinfällig geworden bin?
Ist dann der Tod
den letzten Schatten,
der mich in die Stille zieht,
wo ich im Sterben über-lebe,
was mich im Leben zu stark fesselte
an namenlos Geliebten,
wessen Leid mir kalt und wesenlos
in den Abgrund trieb?
Ach, wie hatte ich lieb,
aber war, was ich hatte
auch wirklich Liebe?
Wäre mir nur einen Namen geblieben,
hätte ich mir nur einen Namen
im Herzen geschrieben,
hätte mein Herz sich etwas mehr
an deren Leid gerieben,
wäre ich nicht so tot
wie jetzt im Leben.
Namenlos steht er da, der Tod.
Er hat mir viel gegeben.
Wüsste ich seinen Namen,
würde ich ewig leben,
oder..........
ewig sterben
und ewig meine Liebe vererben
an namenlos Geliebten,
bis ich deren Namen lose liebte
aus des Todes erlösende Trieben.
Erst dann werde ich
mich wieder ins Leben ergiessen,
bis ich selber Liebe bin.

Wo falle ich hin
bevor ich hinfällig geworden bin,
bevor der Tod den letzten Schatten ist,
der mich in der Stille zieht?

Ich sterbe neu ins Leben hinein
und lasse mich fallen in meinem Streben,
die Liebe einen Namen zu geben.
Namenlos werde ich sein,
solange mich die Liebe meinen Namen enhält,
bis es ihr gefällt
meinen Namen, in meinem Herzen fallen zu lassen.
Der Namen der mich, mich erkennen lässt
in der Namen der Geliebten.

7. Januar 2009

Jelle van der Meulen hat gesagt…

Huub, hartelijk! Jelle

Anonym hat gesagt…

Huub, wie schön!Danke,S.St.

Anonym hat gesagt…

Huub, wie schön!Danke,S.St.

Bert hat gesagt…

Fruher spielte er Drehleier und seine Teller blieb immer leer..
Bert

Anonym hat gesagt…

Mama always said life was like a box of chocolates. You never know what you're gonna get.

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Anonym hat gesagt…

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