20.07.2009

„Jonas und die Kinder der Mühle“. Eine Erzählung von Jessica

Jonas lebte ganz alleine, weil seine Eltern schon früh gestorben waren. Er fühlte sich oft einsam. An einem wunderschönen Sommertag ging er alleine wandern. Er lief durch Wälder und Felder und über Wiesen. Er liebte die Natur.

Bis er zu einer alten aber hübschen Mühle kam. Er wunderte sich, da das Tor aufstand. „Merkwürdig“ dachte er „ das macht man doch nicht!“. Da er neugierig war, ging er rein und sah sich dort um. Es war ein prachtvoller Anblick für ihn, ein großer sehr gepflegter Garten, mit vielen schönen Blumen war dort. Es gab Hühner zu sehen, ein Bach und vieles mehr. Das Gebäude war mit alten schönen Steinen gebaut. „Früher mal war dies bestimmt eine Mühle, heute jedoch benutzte man diese bestimmt nicht mehr dafür“, dachte er . Aber nirgends war auch nur ein Mensch.

Er ging in das Haus hinein, und rief: „Hallo, ist hier jemand?“, aber niemand antwortete. Jonas beschloss sich im Haus umzusehen. Er ging in alle Räume, es gab eine große Küche, ein Wohnzimmer, mehrere Badezimmer und viele andere Zimmer, wo man sah, das sie Kindern gehören müssten. Es gab auch einen alten Mühlstein und noch viele andere Dinge. Aber einen Menschen hatte er immer noch nicht gesehen.

Am Ende seiner Besichtigung ließ er sich in der Küche nieder und guckte in den Kühlschrank. Dort war unter anderem eine Flasche Bier, die er aufmachte und leertrank, da er sehr durstig war. Gerade als er wieder gehen wollte, kam ein Hund herein und versuchte ihn mitzunehmen. Jonas verstand das nicht, ging dann aber doch hinter dem Hund her. Der Hund führte ihn zum Bach wo eine Brücke war – ein Baumstamm über das Wasser – und sah Jonas anfordernd an. Also ging Jonas über die Brücke, während der Hund durchs Wasser ging.

Gerade als er zur Hälfte über die Brücke gegangen war, hörte er etwas hinter sich zischen. Er drehte sich langsam um und erschrak als eine kleine rundliche angsteinflössende Frau direkt hinter ihm stand. „Wer sind Sie?“ fragte er erschrocken. Sie antwortete mit einem zischen in der Stimme: „ Das Selbe könnte ich dich fragen“. Er antwortete „Ich bin Jonas, und bin hier in der Gegend gewandert, da traf ich auf diese alte Mühle und wunderte mich da keiner da war, ich sah mich ein bisschen um und... Wohnen Sie hier?“

Das kann man wohl sagen“, antwortete die Frau, „und wenn du hier nicht bald verschwindest, werde ich dich hier eigenhändig weg schaffen“. Jonas kam das Ganze sehr merkwürdig vor und er beschloss noch zu bleiben und sich noch was um zugucken. Als er ihr das sagte, schubste sie ihn unerwartet in den Fluss. Er blieb eine Weile reglos im Bach liegen, bis er sich sicher war, dass sie verschwunden war. Dann ging er leise und vorsichtig auf die andere Seite des Flusses, wo der Hund auf ihn wartete.

Er ging dem Hund hinterher. Nachdem sie eine weile gegangen waren, erblickte er eine Burg. Nicht aus Stein, wie man sich eigentlich eine Burg vorstellt, nein, diese hier war aus Holz und sehr klein. Er ging in die Burg und hörte leise stimmen von oben. Er sah das vor einer Tür ein Schloss war, aber es war nicht abgeschlossen. Jonas öffnete das Schloss und ging hinein.

Dort waren vier kleine Kinder, drei Mädchen und ein Junge und ein älteres schönes Mädchen. Sie viel ihm direkt auf, sie trug ein schlichtes aber sehr hübsches Kleid, was ihrer Figur hervor brachte. Die Kinder sahen ihn erstaunt an und fingen an laut herum zu reden. Das älteste Mädchen sagte zu ihm „Ich bin Katarina und das sind meine jüngeren Geschwister, aber wer bist du?“

Sie sah ihn fragend an und er antwortete „Ich heiße Jonas, ich bin hier zufällig vor bei gekommen und habe mich umgeschaut und...“ Er erzählte ihr die ganze Geschichte und Sie sagte ihm dann: „ Ja wenn das stimmt was du gesagt hast ist die Hexe jetzt weg, da du uns befreit hast, sie wollte nämlich unser Haus da es sehr wertvoll ist, ich bin dir sehr dankbar.

Und dann schauten sie sich tief in die Augen und gingen Hand in Hand in den Sonnenuntergang.

(Aachen. Sommer 2009)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Jessica, habe ich richtig verstanden, dass du in der Mühle lebst? Ich finde deine Erzählung sehr schön. "Nita" aus Berlin

Ruthild Soltau hat gesagt…

Liebe Jessica!
Wir sehen uns ja oft und ich habe Dir auch schon gesagt, dass ich Deine Geschichte sehr schön finde - aber weil Du den Mut hattest, sie öffentlich zu machen, schreibe ich auch einen öffentlichen Kommentar dazu!
Ich habe in den letzten Tagen den Bildern und Beschreibungen und dem Verlauf Deiner Geschichte richtig nachgesonnen. Wunderbar, wie Du die Mühle aus Jonas´ Sicht beschreibst! Habe mich, ehrlich gesagt, sehr gefreut, dass Du unseren Garten und die Blumen so hervorhebst.
Dann - wie Jonas in den Kühlschrank hineinguckt! Und er trinkt Bier! - Aber Du hast schon recht - bei uns wird auch Alkohol getrunken und das kann auch öffentlich bekannt gemacht werden.
Am Spannensten ist das Ereignis am Bach und der Brücke! Und die Befreiung der Kinder.
Und am allerschönsten das Ende!

Ich hoffe sehr, dass Du gern noch viele Geschichten schreibst und sie auch veröffentlichst!
In Liebe
Ruthild

Anonym hat gesagt…

Meine liebe Jessica!

Ich bin stolz auf dich! Weil die Geschichte wunderschön ist und vor allem weil sie jetzt so viele Menschen lesen dürfen!!!

Simone