Die Mission von Sebastian Gronbach
Gerade ist das erste Buch von Sebastian Gronbach erschienen. Ich verstehe das Buch als ein Ereignis. Und weil es mir empfehlenswert erscheint, an Ereignisse teilzunehmen, sage ich: lest sein Buch! Und mehr noch: bewegt die Inhalte, diskutiert die Statements, prüft die Urteile, und vor allem: schaut auf das, was er zu erreichen sucht. Denn ein Ding wird in seinem Buch klipp und klar: Sebastian Gronbach hat etwas vor.
Was hat er vor? Oder anders gesagt: was ist seine Mission? Mir scheinen über seinem Buch die Sätze Rudolf Steiners zu strahlen: „Ich möchte jeden Menschen / aus des Kosmos` Geist entzünden,/ dass er Flamme werde...“ Das Buch von Sebastian Gronbach beinhaltet Zündstoff, nicht um irgendeine Bombe explodieren zu lassen (vielleicht sieht es oberflächlich betrachtet so aus), sondern um Menschen zu entzünden. Und sein literarisches Vorgehen ist dabei verwirrend einfach und deswegen simpel kompliziert: sein Schreibakt ist als eine Art Selbstentzündung zu verstehen.
Sebastian Gronbach meint, dass die Anthroposophie Menschen braucht, die sich selber geistig entzünden. In diesem Sinne ist sein Buch zu verstehen als eine Antwort auf den Terror. Implizit vertritt er in seinem Buch eine Strategie des Geisteskampfes: die Strategie der freien Tat. Sieht man in seinem Buch einmal dieses positive Gegenbild des Terrors, versteht man, was er vorhat. Sebastian Gronbach macht deutlich, dass der Weg zu Freiheit und Liebe über unsere Sehsüchte (was uns schon bekannt war), Vorsätze und vor allem Entscheidungen läuft.
Sebastian Gronbach will nicht warten auf „etwas“, das vielleicht kommt. Gerade von dieser Strategie hat er sich verabschiedet. Nix üben! Sondern tun! Er ist im Sinne von Dieter Brüll zu verstehen als eine „urielische“ Seele, d.h. eine Seele, die im Hier und Jetzt einmalige und entscheidende Ereignisse hervorzurufen wünscht. Auf Freiheit und Liebe braucht man nicht zu warten. Und so ist auch sein Buch zu verstehen. Es handelt nicht über dies und jenes, sondern versucht über die Inhalte und literarische Vorgänge eine Beziehung zu den Lesern herzustellen. Implizit fragt er: Na, macht ihr mit?
1 Kommentare:
Ist ja nett (!), dass das hier steht, aber wenn man erst rummgoogeln muss, um zu wissen wie das Buch heißt, dann ist das keine professionelle Sache und es nervt etwas. Für alle die sich das sparen wollen:
Sebastian Gronbach: Missionen, Verlag Freies Geistesleben, 14.90€
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