Drei große Fragen, die ich nicht beantworten kann
Eine Freundin schrieb mir in einer Email: „Feirefiz konnte den Gral nicht sehen, weil er nicht getauft war. Was ist der Gral-in-mir, den ich nicht sehe, weil ich nicht getauft bin?“ Und: „Wie kommt ein Mensch dazu, etwas zu initiieren, etwas beginnen zu können, das ohne ihn nicht in Erscheinung träte?“
Große Fragen also, die ich nicht beantworten kann, was allerdings nicht heißt, dass ich mich mit ihnen nicht beschäftigen müsste. Die Fragen umfassen ein paar große Themen. Erstens ist da Feirefiz, der Halbbruder von Parzival. Er ist aus der ersten Ehe von Parzivals Vater Gahmuret mit der „Mohrenkönigin“ Belakane hervorgegangen und ist muslimisch erzogen worden. Sein Name bedeutet so ungefähr: „schwarz-weiß “. Ganz am Ende der Gralserzählung von Wolfram von Eschenbach wird er getauft und in die Gralsgemeinschaft aufgenommen.
Zweitens ist da die Frage der Taufe. Im Neuen Testament wird von einer Kindertaufe gar nicht gesprochen. Angenommen wird allerdings, dass etwa ab 200 nach Christi Geburt in bestimmten Gemeinden die Kindertaufe praktiziert wurde. Aus dem sehr interessanten Buch „Am Ursprung des Christentums“ von Andrew Welburn geht übrigens hervor, dass – anders als von den meisten Theologen angenommen – in den Evangelien und den apostolischen Texten implizit wohl eine Art „Tauflehre“ vorhanden ist, die sich allerdings auf Erwachsene bezieht und recht dramatische Ansprüche hat. Welburn stellt die Taufe als eine richtige „Einweihung“ dar.
Und dann ist da drittens natürlich der Gral (und der Gral-in-mir), dieses mythische „Dinc“, das bis in die heutige Zeit die Aufmerksamkeit der Menschen immer wieder fesselt. Was ist mit dem Gral gemeint? In den beiden Fragen meiner Freundin wird der Gral offenbar mit einer Quelle in jedem von uns verknüpft, die ermöglicht, dass der einzelne Mensch etwas initiiert, „das ohne ihn nicht in Erscheinung träte“. Der Gral ist einerseits ganz allgemein für alle Menschen da, hat andererseits eine höchst persönliche Bedeutung.
Mein Wunsch für die nächsten Wochen ist, dass wir – ich und die Leser meiner Blogtexte – versuchen uns an die drei Fragen heran zu tasten. Die alten christlichen Vorstellungen der Taufe und des Grals haben gemeinsam, dass sie sich auf eine von uns gespürte „Schnittstelle“ zwischen allgemein-menschlichen Gegebenheiten und sehr individuellen Prägungen und Möglichkeiten beziehen. Hier liegt ein Paradoxon vor, das „philosophisch“ vielleicht zu denken, im Leben allerdings manchmal schwer zu handhaben ist.
Es lautet etwa: Der einzelne Mensch wird allgemein Mensch, wenn er die Begründung seines Handelns in sich findet, oder ein bisschen überspitzt gesagt: Der Mensch wird allgemein, wenn er damit aufhört, allgemein sein zu wollen, und somit auch umgekehrt: er wird einzigartig, wenn er damit aufhört, einzigartig sein zu wollen. Ich würde mich freuen, wenn ihr – die Leserinnen und Leser also – euch, in welcher Form auch immer, zu den drei Themen äußert: zur Taufe, zum Gral und zur Initiation.
Um sie handgreiflich zu machen, habe ich die Fragen differenziert. Sie können zum Beispiel auch so gestellt werden: Bin ich getauft worden? Und egal ob ja oder nein: Was bedeutet mir das? Gibt es im Leben spontane Vorgänge, die man als „Taufe“ bezeichnen könnte? Oder ist die Taufe immer ein bewusstes Ritual? Kenne ich die Taufe als „Einweihung“? Welche Vorstellungen tauchen in mir auf, wenn ich an den Gral denke? Kann ich das „Dinc“ (in mir, in der Welt) irgendwie „lokalisieren“? Habe ich den Gral „gefunden“? Und was hat das mit mir gemacht?
Muss man ein „Christ“ sein, um den Gral finden zu können? (In der Urzeit des Christentums meinten manche Christen, man müsste Jude sein, das heißt: die jüdischen Gesetze anerkennen, um ein Christ zu werden.) Was bedeutet es überhaupt „Christ“ zu sein? Und dann: Habe ich mal etwas in meinem Leben initiiert, das ohne mich so nicht in Erscheinung getreten wäre? Wie kam das zustande? Welche seelisch-geistig-soziale Verfassung braucht man, um „Urheber“ zu werden? Ist Initiieren von äußeren Umständen abhängig? Und geht es dabei nur um die „großen“ Dinge, oder kann es sich auch auf die „kleinen“ Momente im Leben beziehen? Könnte ich solche Momente beschreiben? Und was haben sie mit mir gemacht?
Ich freue mich auf Beiträge, poetische, praktische, philosophische, biographische, journalistische, entschiedene, tastende, begreifliche und vor allen auch unbegreifliche...
16 Kommentare:
Eine unserer drei Töchter war als Kind sehr zart und viel krank mit hohem Fieber. Manchmal, zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr sagte sie: "Ich will nicht auf der Welt sein!" - Wenn sie spielen konnte, phantasievoll für sich allein, ging es ihr wieder gut. In dieser Zeit und noch einige Jahre danach wollte sie Kindertaufen in der Christengemeinschaft erleben. Möglichst immer, wenn ein Kind getauft wurde, ging ich mit ihr dorthin. Danach spielte sie oft für sich Taufe: Sie war dann die Mutter mit dem Kind, ihr jüngerer Bruder war bereitwillig der Priester. Ich glaube, dass sie die Begegnung der Ungeborenen mit den Menschen auf der Erde brauchte, die sie unmittelbar bei den Taufhandlungen erlebte. Es heißt da. "Dieses Kind, hinabgesandt von der Geist- in die Erdengemeinschaft..." Das Erlebnis der Sendung brauchte sie für ihr eigenes Erdenleben.
3. Aufgabe aus einer Klassenarbeit einer 11. Klasse zum Abschluss der Parzival-Epoche:
Würden Sie sich als Gralssucher bezeichnen? Begründen Sie Ihre Antwort
Ein 17jähriger Schüler schrieb:
"Ich – ein Gralssucher?
Ich würde mich in gewisser Weise auf jeden Fall als einen Gralssucher bezeichnen.
Natürlich suche ich keinen edlen Stein, dem ich göttliche Kraft zu schreiben, ich suche eher den Sinn des Grals.
Für mich ist der Gral die Erkenntnis zu höheren Welten und Mächten und er verkörpert für mich eine Kraft, die es ermöglicht, Geist und Leben zu vereinen. Er bzw. es weist mir den Weg, über mich selbst hinaus zu wachsen und irgendwo das Wahre im Dasein zu erfahren, ganz unabhängig von jeglichem öffentlich publizierten Glauben oder erst recht der Kirche.
Der Gral hat für mich nichts mit Gott, dem alten weisen Graubart zu tun, sondern viel mehr mit dem Inneren eines jeden Menschen.
Jeder muss dafür in sich die echte Wahrheit finden und der Gral ist dabei für mich so etwas wie die erleuchtete Erkenntnis des Lebens, der Erde, des Denkens und des Kosmos.
Der Gral ist für mich nichts, was man sehen und berühren kann, sondern etwas, was jeder in seinem Inneren suchen und finden kann."
"Was ist der Gral-in-mir, den ich nicht sehe, weil ich nicht getauft bin?"
Erstes Gefühl: das ist ungerecht, jeder kann den Gral-in-mir erlangen, was kann man dazu, dass man als Kind/Säugling nicht getauft wurde.... , dabei schloß ich mich mit ein, in die, die nicht getauft wurden.
Aber schon im Anflug dieser Worte in mir: Du bist ja getauft! Großer Schreck in der Herzgegend: und wenn Du nun, obwohl du getaufst bist, dieses nicht findest in Deinem Leben? Ist es dann nicht noch schlimmer, als wenn Du erst gar nicht getauft wärest?
Weiter: Gilt für Dich diese Säuglingstaufe eigentlich? Brauche ich nicht eine Erwachsenentaufe? ( da las ich Deine späteren Worte noch nicht, Jelle) Dann fiel mir ein, ja, ich hatte nach einem Schockerlebnis das große Bedürfnis noch einmal, also für mich wirklich getauft zu werden. - Das ging leider nicht, weil ich schon als Kind getauft wurde.(!) Aber ich erhielt einen Segen, der so etwas wie eine neue Taufe war.- Aber dennoch, nicht so wie ich es meinte.
Dann fielen mir meine Kinder ein, die ich alle nicht hatte taufen lassen als Säuglinge, nur eines tat es dann mit 14 Jahren.
Habe ich etwas an ihnen versäumt, da ich sie nicht taufen ließ? Manchmal stelle ich mir diese Frage.
Dennoch würde ich sie in ihrem Handeln alle als sehr christlich bezeichnen.
Was ist christlich...?
Nicht jetzt, jetzt nur Blitzlichter dessen, was mir durch Brust und Kopf ging.
SST 30.1.2012
Ich wurde nicht getauft.
Und ich erlebe diese Tatsache schon lange wie ein tiefes leeres
Loch in mir.
Der Vorschlag, mich taufen zu lassen, kommt als Erwachsene bei mir nicht an, weil ich das Gefühl habe, dass die Taufe ein Geschenk ist, vielleicht sogar eine Gnade. Mir wurde sie halt nicht zu Teil - damit muss ich irgendwie leben.
Mich jetzt taufen zu lassen wäre so etwas wie: mir selbst etwas zu schenken, was man eigentlich von anderen Menschen geschenkt bekommt.
Was mich anspricht, ist die Initiation als Erwachsene. So etwas suche und brauche ich. In mir lebt ein Verlustgefühl (obwohl ich es ja nie hatte...) und so etwas wie: ausgeschlossen sein, nicht dazu gehören.
Ich habe immer wieder das Gefühl, dass ich alles in meinem Leben ganz alleine, aus mir heraus, "ohne Beistand" machen muss. Und immer wieder kommt der Gedanke hoch, dass das daher kommt, dass ich nicht getauft wurde.
Aber ich weiß es natürlich nicht. Wie kann ich wissen, wie es ist, getauft zu sein?
Und umgekehrt, wie können diejenigen, die getauft sind, und mir immer wieder zureden, dass das "gar nichts bedeutetn" würde, wissen, wie es ist wenn man nicht offiziell in die Christenheit aufgenommen wurde - sondern irgendwie eine Randfigur ist...
Feirefiz hat den Gral nicht gesehen. Aber die schöne Repanse de Schoye, die ihn getragen hat. Durch die Liebe ist er zum Christentum gekommen, getauft und in die Gralsritterschaft aufgenommen worden. Wie schön...
Charlotte
Die Taufe ist ein Sakrament, eine heilige Handlung. Ich glaube, dass es in unserer Zeit darauf ankommt, zu ahnen, zu fühlen, zu denken und zu wollen, was ein Sakrament bedeutet. Kann nicht jede Handlung zu einer heiligen Handlung erhoben werden? Jede Begegnung,jede Berührung? Ich hätte im Kinderhaus nicht so viel putzen und aufräumen können, wenn ich nicht dabei das Gefühl hätte:auch diese Tätigkeiten können als eine Art Priesterdienst verstanden werden, das Pflegen und Gestalten der Umgebung der Kinder im Kinderhaus. Sakramente geschehen nicht nur in den Kirchen, sondern in Schulen, in Geschäften, auf der Straße, im Bus...
Liebe Ruthild,
dem kann ich nur zustimmen!
SST
Ich freue mich sehr über die Reaktionen und werde in meinem nächsten Text darauf reagieren. Herzlich,
Haben die Redewendungen: "Das ist genau mein Ding!" oder: "Das ist überhaupt nicht mein Ding!" mit dem "dinc", der Gralsbeschreibung von Wolfram von Eschenbach zu tun?
Herzlich,
Charlotte
Am Sonntagvormittag saßen wir (ungefähr 14 Menschen vom Pädagogischen Wochenende)in der Parzival-Schule und sprachen in der dritten und letzten Runde über...Feirefiz und den Gral.Mir schien sein Weg zum Sehen des Grales(Taufe, Bekehrung) ein "alter Weg" zu sein. Aber - das sehe ich jetzt - ich fragte wohl nicht tief genug.Denn eigentlich steht gleich die Frage da: Was ist das Christentum? Worin unterscheidet es sich wirklich von den anderen Religionen? Und: Wer ist der Christus?
Ich komme sehr gut mit den Worten anderer Religionen zurecht. Sehr groß scheint mir der Unterschied nicht zu sein.
Aber da ist die Tat. Die Tat des Christus auf Golgatha. Sein frei-williges Sterben für alle Menschen.
Manchmal kann ich ahnen, was dieses Mysterium ausmacht.Da, in diesem Bereich, sehe ich dann den Gral. (Chretien de Troyes schreibt ja auch vom Kelch, von der Schale des Abendmahles, die dann das Blut des Gekreuzigten auffing und so zur Gralesschale wurde).Ich meine, dass ich den Gral in dem Mysterium sehe und nicht in dem Gegenstand.
Das war es vielleicht: die erste wirklich freie Tat.
Ach, Worte. Ja, manchmal sind sie so hell und nährend. Sie haben dann noch den leisen Klang der Sterne, der einem dünnen Goldfaden gleich, tastend übt.
Und manchmal sind nur noch harte kleine Perlen, die ich aneinanderreihe. Sie haben dann ihre Heimat verlassen d.h. ich habe sie ihrer Heimat entrissen und mache sie freudlos.
Aber wenn die Worte Zeuge werden, Zeuge ihres geistigen Ursprungs ( nur ich kann sie zum Zeugen machen ),- und wenn ich sie dann tue, wenn ich dann aus solchen wirklichen Worten und Gedanken und Einfällen heraus handle - dann schaffe ich doch Neues, etwas das ohne mich nicht gekommen wäre, oder?
Und wenn ich dann etwas tue, nicht für mich, nicht für meine Entwicklung, sondern die Tat frei, ladungsfrei und absichtslos tue,dann...
Wie geht das: bewusst für andere Menschen sterben?
Fragmente nur, den Zusammenhang selber nur ahnend...
Lieber Jelle, ich grüße dich herzlich,
Patrice
Das ist Liebe!
Gehört zu dem letzten Satz. " Und wenn ich dann etwas tue, absichtlos ...dann..."
dann ist das Liebe.
Feirefiz kann den Gral nur getauft sehen, weil der Gral ein christliches Symbol für eine dahinter liegende Qualität oder Erfahrung ist. Jede Vermischung der Religionen ist auf dem Weg zu dieser Kraft/Erfahrung unbrauchbar (Steht auch im "Tibetischen Totenbuch")
Zum Glück hat Steiner NEBEN der Erneuerung der Christilichen Religion auch einen Weg beschrieben, der ohne Religion auskommt.
Den "Gral" finden nur Christen (und ein Christ ist auf die eine oder ander Weise getauft) Ein moderner Feirefiz kann ungetauft die QUALITÄT des Grals finden/erfahren. Je nach eingeschlagenem esoterischen Schulungs-Weg bekäme die Erfahrung/Qualität des "Grals" ein anderes Bild oder einen anderen Begriff zugeordnet.
Fred
den Gral findend, Christ werden -
?
SST
Heute habe ich einen längeres Portrait von 1979 über Joseph Beuys, den rheinischen und universalen Künstler gesehen auf youtube.
Und war verblüfft, wie frisch und klar das rüberkomnt, was und wie er geredet hat. Und zugleich ist dieser Ernst da. Ich finde: das, was sein Beitrag war - und so wie ich ihn heute verstehe - gehört hierher.
(Ist der zweite Versuch, das zu formulieren, den ersten hat das Internet eben aufgegessen, macht nichts.)
Als ich 19 war, besuchte ich regelmässig eine Gemeinde in Köln. Der dortige Pfarrer, Friedhelm Mennekes, hatte ein paar Jahre zuvor ein Interview mit Beuys geführt. Die getippte Version war von Beuys handschriftlich korrigiert und an manchen Stellen präzisiert worden.
Dieses Typoskript hat Mennekes dann als leicht verkleinertes Faksimile herausgegeben unter dem Namen Beuys über Christus/Beuys on Christ.
Wir als Messdienergruppe haben es alle geschenkt bekommen. Ich habe es damals gelesen, und auch irgendetwas verstanden darin.
Heute habe ich etwas mehr verstanden. Im Film, der mit dem Düsseldorfer Karneval beginnt, die den Ankauf einer Arbeit von Beuys aufs Korn nimmt, fragt der Interviewer, was B. unter Schönheit verstehe.
"Schönheit ist der Glanz der Wahrheit", sagt Beuys.
(Alle Menschen haben ein Organ, mit dem sie diesen Glanz wahrnehmen können, oder?)
Ich will hier ein Bild in Stichworten hintupfen, und keinen Aufsatz schreiben...
Die Frage, die Parzival im Hals steckengeblieben ist. Fett als Ausdrucksmittel, mit dem ein Prozess anschaulich gemacht werden kann. Bei Wärme ist es flüssig und kann sich bewegen (amorph, chaotisch), dann wird es fest und verbleibt in einer bestimmten Form. Kupfer als Wärmeleiter. Filz als isolierendes Element, das die Wärmeleitung unterbricht und speichert.
Der Prozess eines Gesprächs.
"Honigpumpe am Arbeitsplatz", Arbeit von Beuys, die erstmals 1977 auf der documenta 6 in Kassel gezeigt wurde.
Bild für die lebendige Kreativität, den Austausch. Kreativität als neuer Begriff für Kapital.
Antworten, die auf die richtigen Fragen warten und umgekehrt.
Warum ich meine, dass Beuys hierhergehört, kann ich nicht rational begründen. Ich kann es in den Fingerspitzen fühlen.
An einer Stelle im Film spricht Beuys über das Bild des Schamanen. Es ist die Form, die er absichtlich für sein Gehen über die Erde ausgewählt hat - so drückt er das nicht aus - , als ein Mensch, der selbst innerhalb des materialistischen Wissenschaftsbegriffs aufgewachsen ist, der selbst die exakten Wissenschaften studiert hat und sie genau kennt, und der aber auftritt und hinweist auf etwas, was nicht sichtbar ist.
Parzival steckte bei Amfortas noch tief im materialistischen Weltbild - das zu seiner Zeit natürlich anders aussah - fest, irgendetwas, das ganz natürlich hatte fliessen wollen, blieb stecken, es kam kein Gespräch zustande, die Honigpumpe ist ausgefallen ...
Die Sache ist vielleicht die, dass die Honigpumpe nur noch in gemeinsamer Wärmeentwicklung ans Laufen kommen kann, und dazu der "radikal subjektive" Ausdruck jedes Einzelnen nötig ist.
Die schwedische Malerin Merete Lövlie hat in einer Einführung in den Malprozess beschrieben: "Man muss es wagen, radikal subjektiv zu sein."
Hat der Gral mit dieser Subjektivität und diesem Wagnis zu tun? Und hat er damit zu tun, was Beuys meint, wenn er sagt, dass jeder Mensch ein Künstler ist?
Naja, bis hierhin.
Van harte, de groetjes aan iederéen, die meedoet,
Nicole
..................................
Hier ist der kurze Ausschnitt der Stelle über das Bild des Schamanen und den Materialismus.
http://www.youtube.com/watch?v=wPDl50iDsd0&feature=related (Dauer 01:02 min)
Und hier ist der gesamte Film. Es ist sehr aufregend für mich, dass viele der Kommentare im Film und Auftritte von Zeitzeugen heute merkwürdig veraltet wirken, während das bei Beuys nicht der Fall ist.
http://www.youtube.com/watch?v=JjkHYQnxZTE&feature=related
Joseph Beuys. Jeder Mensch ist ein Künstler. Ein Film von Werner Krüger (1979).
(Dauer 54:53 min)
Korrektur:
Es ist die Fasnacht in Basel und nicht der Düsseldorfer Karneval, mit dem Krügers Film einsetzt.
Noch eine Korrektur.
"Die Schönheit ist der Glanz des Wahren", sagt er und hält dabei den Kohlrabi hoch, den er gerade geschält hat.
//Liebe Ruthild, das erinnert mich an das, was du über deine Arbeit geschrieben hast. Viele Grüsse, Nicole
Kommentar veröffentlichen